Komposition/Sounddesign

Seit 2015 arbeite ich als Musiker in verschiedenen Kapazitäten mit verschiedenen freien Theatergruppen und unter anderem mit dem Saarländischen Staatstheater und dem Staatstheater Nürnberg im Bereich der Arbeit mit Nicht-Professionellen Darstellenden. 

Der Fokus liegt dabei auf Sounddesign und schwerpunktmäßig elektronischer Musik als wesentliche ästhetische Dimension von Theater- und Performanceproduktionen. Häufig werden musikalische Einlagen und Einspieler so konzipiert, dass Wechselwirkungen zwischen Bühnengeschehen und der auditiven Ebene entstehen können.

Irgendwie Wahrheit (2021)

Neben Aufnahmen, Sounds und Musiken für die diversen Audiomaterialien, wie z.B. eine einstündige Hörreise wurde im Rahmen dieses Projektes vor allem der Song für den Imagefilm der fiktiven "BRD-GmbH" produziert.

NOT MY PROFESSION (2021)

Die Produktion beschäftigte sich mit Vorstellungen und Narrativen um die Begrifflichkeit der "Professionalität" sowie der Bedeutung, die ein Urteil vor diesem Hintergrund für den strukturellen Sexismus bedeutet.

Die musikalische Dimension versucht hier ein Spannungsfeld aus Reproduktion, Verfremdung und emotionaler Immersion zu schaffen, das die Performer*innen unterstützt und an dem sie sich abarbeiten können.

IDEALE KÖRPER (2020)

In einer 60-minütigen detaillierten Zeitlupe wurde dem Publikum eine Projektionsfläche für Vorstellungen körperlicher Idealvorstellungen geboten. Fünf Performer*innen versuchten einen Grenzgang mit sich, ihren eigenen Körpern und der Reflexion ihrer eigenen Selbst- und Fremdwahrnehmung.

Die musikalische Grundlage bietet hier ein mehrtaktiger Loop, der live verfremndet, weiterentwickelt und mit Einspielungen von Sounds, Songs und Gitarrenmelodien erweitert und auf das Bühnengeschehen angepasst wird. Die Wiederholung in der Musik greift hier dramaturgisch die Idee des performativen reproduziert-Seins von genderspezifischen und körperlichen Wahrnehmungsgewohnheiten auf.

Der Außenseiter - H.P. Lovecraft (2020)

Vor dem Hintergrund des Projekts "Stay at home" des Saarländischen Staatstheaters entstand in Zusammenarbeit der drei Mitarbeitenden des Jungen Saarländischen Staatstheaters dieses Hörspiel nach der Vorlage einer weniger bekannten Kurzgeschichte des amerikanischen Autors.

Irgendwo sterbende Cowboys (2019)

Der Cowboy

Die insgesamt 90-minütige Soundcollage fängt die Verlorenheit und Einsamkeit des literarisch-historischen Westens der Vereinigten Staaten auf und stellt diese verschiedenen popkulturellen Referenzen gegenüber. Enio Morricones ikonische Fanfaren finden neben Saloon-Piano-Musik, Wolfsgeheul und knisterndem Lagerfeuer Verwendung.

Life Odyssey (2017)

In Zusammenarbeit mir den Spielenden des inter- und transkulturellen Clubs des Staatstheaters Nürnberg entstanden Aufnahmen und musikalische Arbeiten zur Untermalung der persönlichen Transformation und Entfremdung von Biografien die im Rahmen der Aufführungen in Nürnberg und auf dem "Willkommen Anderswo III" - Festival in Bautzen gezeigt wurden.

Das Ergebnis waren vor allem schräge Songs im elektronischen Bereich.


Theatre Tales (2016)

Für die interaktive Games-Performance wurden einerseits ikonische Soundtracks aus bekannten Spielen benutzt, um eine Atmosphäre zu schaffen, die sich an den Möglichkeiten des Live-Settings und der nicht-professionellen Darstellenenden brechen konnte. Erweitert wurden diese um eigene Kompositionen.


Traummotiv (2015)

In dieser ersten Auftragsarbeit wurde eine surreale Soundscape für eine Theaterproduktion mit dem Thema traumartiger Zustände junger Menschen erarbeitet.